24.10.2007 | Mehr Sicherheit mit ECB & TPO/ FPO
Die Harmonisierung von Normen und Regelwerken ist eine Grundvoraussetzung für den freien und fairen Warenverkehr in der EU. Die DIN EN 1187 ist ein wichtiger Schritt zur Vereinheitlichung der Brandschutzanforderungen. Künftig muss jedes EU-Mitgliedsland eines von vier unterschiedlichen Prüfverfahren verbindlich festlegen.

Seit der Verabschiedung der EU-Bauproduktrichtlinie im Dezember 1988 wurde an einem gesamteuropäischen Klassifizierungskonzept für den Brandschutz gearbeitet. Die DIN EN 1187 "Prüfverfahren zur Beanspruchung von Bedachungen durch Feuer von außen" trat Ende letzten Jahres in Kraft. In Deutschland wird die nationale Norm DIN 4102-7 demnächst wegfallen, so dass nur noch die europäische Norm DIN EN 1187 gilt. Mit dieser Norm werden vier gleichberechtigte Prüfmethoden eingeführt. Neben der Broof (t1), dem modifizierten deutschen DINVerfahren, handelt es sich dabei um die Broof (t2), dem zuvor in den skandinavischen Ländern angewandten North Test, die Broof (t3) nach Definition der Association Francaise de Normalisation (AFN OR) und die Broof (t4), das Verfahren der British Standard Institution (BSI).

Produkte, die die Normanforderungen der EN 13956 und eine der vier Brandprüfungen erfüllen, können nun in aller Regel mit nationalem Prüfzeugnis in allen Mitgliedsstaaten in den Verkehr gebracht werden. Der Prozess der Harmonisierung ist mit der Verabschiedung der DIN EN 1187 zwar ein gutes Stück voran gekommen, er ist aber damit jedoch keineswegs abgeschlossen. Der nächste wichtige Schritt könnte darin bestehen, die bisherigen EU-Normen für Bitumen- und Kunststoffabdichtungen in einer einheitlichen Norm zusammenzuführen. Insgesamt aber wird die Zulassung von Abdichtungssystemen damit vereinfacht und somit transparenter werden. Bahnenhersteller müssen ihre Produkte in jedem Fall schon jetzt nach den neuen europäischen Normen prüfen lassen, um eine CE-Kennzeichnung zu erhalten, auch wenn sie noch nicht überall baurechtlich integriert sind. Die LUCOBIT AG hat die neuen europäischen Normen zum Anlass genommen, die von ihr hergestellten Werkstoffe auf Basis von ECB und TPO/FPO nach allen vier künftig zugelassenen Prüfmethoden untersuchen zu lassen. Die Testreihen wurden jeweils in renommierten und anerkannten Prüfinstituten in Frankreich (CSTB), Großbritannien (BRE), Schweden (SP Fire) und Deutschland durchgeführt. Dabei wurden marktübliche Kunststoffdachbahnen aus unseren Produkten auf EPS/Styropor, PUR oder Mineralfaser untersucht. Die bisherigen Ergebnisse belegen, dass die untersuchten ECB und TP O/FP O-Kunststoff-Dichtungsbahnen die Anforderungen der DIN EN 1187 nach allen vier Prüfmethoden erfüllen. Bei der Auswahl der verwendeten Brandschutzmittel wurde bewusst auf toxische, chlor- und halogenhaltige Substanzen verzichtet, damit weder im Brandfall noch durch Regenwasser umweltbelastende Stoffe freigesetzt werden können. Darüber hinaus haben wir uns den hohen Ansprüchen des Anforderungsprofils der "Europäischen Vereinigung dauerhaft dichtes Dach" (ddD) gestellt. Die "Deklaration ökologischer Merkmale" nach der Schweizer Norm SIA 493 an Abdichtungsbahnen wird ebenso erfüllt.

Für den Vertrieb von ECB- und TP O/FP OAbdichtungsbahnen innerhalb des europäischen Binnenmarktes ergeben sich daraus neue Perspektiven. So können erstmals für jedes EU-Mitgliedsland maßgeschneiderte Produkte für die Herstellung von Kunststoffbahnen angeboten werden, die die CE-Kennzeichnung nach den gültigen Normen und nach den Anforderungen des ddDach ohne weitere Modifizierung der Rohstoffe erhalten können.

Der bislang hohe Zeitaufwand und die Kosten für die Produktentwicklung, die Prüfung und die Zertifizierungen können somit auf ein Minimum reduziert werden. Dadurch werden der Marktzugang und das Ausschöpfen der Wachstumspotenziale für die umweltgerechten Werkstoffe ECB und TP O/FP O künftig deutlich erleichtert. So dürften sich neue Chancen für die europaweite Vermarktung von ECB- und TPO/FPO-Abdichtungsprodukten ergeben. Über den Fortgang der europäischen Harmonisierung wird Sie die LUCOBIT AG auch künftig informieren.



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